Schäfermeister Bernd Keller

Zweimal im Jahr treffen sich Mitglieder des Vereins Odenwälder Direktvermarkter zu Betriebsbesichtigungen und fachlichem Austausch. Vor kurzem waren zehn Mitglieder des Vereins in der Schäferei Bernd und Christel Keller in Michelstadt-Rehbach zu Gast.

Die Besichtigung begann vor dem Ablammstall, der sich in räumlicher Nähe zum Wohnhaus der Eheleute Keller befindet, die ihre Schäferei als Nebenerwerbsbetrieb führen. Insgesamt sind 85 Mutterschafe mit Nachzucht zu versorgen, für die eine Fläche von etwa 20 Hektar Grünland zur Verfügung steht; diese wird nach einem Programm genutzt, das der Förderung einer besonders nachhaltigen Landbewirtschaftung in Hessen dient.

Zu Kellers Direktvermarktungskonzept zählt auch ein kleiner Hofladen, in dem Lamm- und Schafsfelle zum Verkauf angeboten werden. Nach vorheriger telefonischer Vereinbarung öffnet der Laden für interessierte Kunden. Als Mitglied im Verein der Odenwälder Direktvermarkter sind Kellers regelmäßige Beschicker des Odenwälder Bauernmarktes in Erbach. Eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung besteht seit vielen Jahren mit dem Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“ in Langenbrombach. Inhaber Thomas Löw erhält ganzjährig Lämmer aus dem Betrieb Keller, aus denen er leckere Gerichte kreiert.

Am außerhalb gelegenen Schafstall informierte Keller seine Kollegen über Zucht, Haltung und Fütterung seiner Schafherde. So gibt es seit kurzem so genannte Schaf-Patenschaften. Paten, wie zum Beispiel Landrat Frank Matiaske unterstützen so die Schafhaltung im Odenwald. Der Odenwälder Schäferverein, dessen Vorsitzender Keller ist, nutzt das Geld zur Unterstützung hilfsbedürftiger Schäfer, etwa für den Kauf von Futter für ihre Tiere. Wer Bernd Keller zuhört, merkt, dass er seinen vielfältig aufgestellten Betrieb mit großem Engagement führt.

Weitere wertvolle Öffentlichkeitsarbeit leisten Christel und Bernd Keller als Mitglied der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ sowie als Teilnehmer bei der Veranstaltungsreihe „Über Feld und Flur“, innerhalb derer sie bei der Veranstaltung „Lammguck!“ am 25. März 2019 wieder die Stalltüren öffnen.

Die Betriebsbesichtigungen der Direktvermarkter werden von Maria Heiderich vom Landratsamt, Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, geplant: „Dank der Besuche lernen sich die Direktvermarkter besser kennen und können voneinander lernen.“